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Bildungs- und Aufklärungsprojekte

Auf vielen Schulhöfen und Klassenzimmern sind Beschimpfungen wie „Kampflesbe“ oder „Scheiß Schwuchtel“ leider allgegenwärtig. Untersuchungen zeigen, dass 53% der Lehrkräfte nicht eingreifen, wenn schlecht über Schwule oder Lesben geredet wird. 40% der lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendliche verlieren nach ihrem Coming-out Freunde und für über 50% ist eine abwertende Sprache der Mitschüler_innen Normalität. Sie erleben besonders in der Schule ein Klima der Ablehnung und Ausgrenzung, in dem das Entdecken und Leben der sexuellen und geschlechtlichen Identität nur schwer möglich sind.

Bundesweit engagieren sich deshalb über 40 Bildungs- und Aufklärungsprojekte. Die meisten arbeiten ehrenamtlich und sind fachlich für ihre Arbeit geschult. Sie bieten in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Aufklärungsworkshops zu lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Lebensweisen an.

Die Grundidee lautet: Die Teilnehmenden kommen mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*-Personen offen ins Gespräch und erhalten Antworten auf ihre Fragen zu deren Erfahrungen, Gefühlen und Herausforderungen – für viele Jugendliche die erste sichtbare Begegnung!

Die Teilnehmenden lernen auf diese Weise verschiedene Lebensweisen kennen und können auf dem Hintergrund erlebter Vielfalt starre Geschlechterstereotype und heteronormative Erwartungen in Frage stellen. So gelingt es, Vorurteile und Klischees aktiv zu hinterfragen, für feindselige Einstellungen zu sensibilisieren sowie homo- und transphobe Diskriminierung abzubauen.

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die Projekte des Netzwerks. Viele Projekte bieten Ihnen umfangreiche Informationen auf den landesweiten oder lokalen Webseiten. Informieren Sie sich über unsere Arbeit und gehen Sie gemeinsam mit uns den Schritt für eine Gesellschaft, in der Vielfalt akzeptiert ist und selbstverständlich gelebt werden kann!